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27.07.2018

Ausstellung „Dorfelden im Zeugnis der Zeit“ im Rathaus Niederdorfelden

vom 1.8. bis 31.10.2018

„Im Namen Gottes schenke ich, Isinhard, ….. zehn Joch Ackerland im Dorf Turinvelde, im Gau Wettereiba…“. In diesem Eintrag im Codex Laureshamensis vom 30. August 768 wird der Name Dorfelden erstmals urkundlich erwähnt, doch seine Geschichte beginnt schon Jahrtausende vorher. Die in der Ausstellung gezeigten Keramikfragmente und Teile von Werkzeugen aus der Epoche der Bandkeramiker wurden seinerzeit „Auf dem Hainspiel“ in Niederdorfelden gefunden. Auch die römischen Münzen und die keltischen Schmuckstücke und Waffen, die in der Ausstellung zu sehen sind, stammen aus Ausgrabungen auf Dorfelder Gebiet.

Der fränkische König Pippin III. und sein Sohn Karl der Große sorgten durch Schenkungen an ihre Gefolgsleute dafür, dass Dorfelden in den Besitzurkunden des Klosters Lorsch erstmals erwähnt wurde. Außer Isinhart haben noch Egina und Blicger mit seiner Ehefrau Wolfburc Landbesitz in Dorfelden an das Kloster Lorsch übertragen, wie man in der Ausstellung erfahren kann.

Das Amtsbuch des Reichsklosters Lorsch, der Codex Laureshamensis (Lorscher Codex) stammt aus dem 12. Jh. und enthält alle Rechtsvorgänge im Zusammenhang mit dem Kloster. Das Original befindet sich im Staatsarchiv Würzburg und ist der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. In der Ausstellung können die Besucher eine Faksimile-Ausgabe des Lorscher Codex mit der aufgeschlagenen Seite der ersten urkundlichen Erwähnung Dorfeldens besichtigen.

Über Jahrzehnte hinweg hat der Niederdorfelder Architekt Helmut Schott Dorfelder Häuser in Tusche- und Bleistift-Zeichnungen festgehalten, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind. Viele alte Häuser stehen heute nicht mehr, sie wurden abgerissen; andere wurden umgebaut. Vielfach wurde Fachwerk früher einfach verputzt und muss heute mühsam und kostspielig wieder freigelegt werden. Auch Ansichtskarten von Niederdorfelden sowie Lichtbilder aus verschiedenen Jahrzehnten dokumentieren die Veränderungen des Ortes.

Interessante kulinarische Genüsse erwartet die bei der Eröffnung der Ausstellung am 1. August 2018 um 18:00 Uhr anwesenden Gäste: Rezepte aus keltischer und römischer Zeit und dem Mittelalter wurden für das „Jahrtausendbüffet“ nachgekocht und dürfen probiert werden.

Bürgermeister Klaus Büttner eröffnet die Ausstellung mit der Begrüßung der Gäste, die auf das Thema mit mittelalterlicher Musik eingestimmt werden.

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober 2018 im Rathaus zu sehen und kann zu den Rathausöffnungszeiten besucht werden.

 



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